Fotos © Erica Overmeer, Berlin
 
 
 

DAS KAFFEEHAUS

Die Inspiration für die Boutique Monodor erschloss sich über die Welt des Kaffees, das Wasser, die Stimmung des Wiener Kaffeehauses und hat schliesslich zu einem charakteristischen Ort von urbaner Atmosphäre geführt, wo die Kaffee-Produkte in einer gediegenen Umgebung präsentiert und degustiert werden können. Einen wesentlichen Einfluss hatte auch das dominante Gebäude des „Schmiedhofs” aus den dreissiger Jahren: Um dem Interieur zusätzliche Ausstrahlung zu verleihen, wurden Massstab, Materialität und Farbstimmung des Gebäudes aufgenommen und im Ladenlokal weitergestrickt, um mit dem Gebäude in einen fruchtbaren Dialog zu treten.

MARMORSTAPEL UND ÜBERSEEKISTEN
Die Leuchtwand neben dem Eingang ist aus 226 Bausteinen aus Carrara-Marmor gefügt. Die Hinterleuchtung der 12mm dicken Marmorplatten brennt die natürliche Maserung des Steins als räumliches Bild auf die Oberfläche der fein strukturierten Wand und taucht den zweigeschossigen Raum in ein sanftes Licht. Mit dem Rücken zu den Schaufenstern stehen zwei massgefertigte Ledercanapés, welche die Kundschaft einladen, in Ruhe eine Tasse Monodor Kaffee oder Tee zu kosten. Dahinter verkörpern die bewusst freistehenden Säulenradiatoren die Beziehung zur Kaffeemaschine – heisses Wasser strömt durch die offen präsentierten Rohre und wärmt den Raum. Der bestehende Eichenparkett wurde aufwendig repariert, perfekt geschliffen und poliert. Die mit demselben Stapelprinzip wie die Marmorwand hergestellten, von innen beleuchteten Korpusmöbel in afrikanischem Koto und Marmor erinnern an Überseekisten und rücken die neuen Kaffeemaschinen ins beste Licht.
 
Die fest eingebauten Schreinerarbeiten, ebenfalls aus Koto, leicht eingefärbt und geölt, beherbergen die Schachteln mit den Kaffee-, Tee- und Bouillonkapseln. Zwei aus dem gleichen Holz geschreinerte Stützen, gliedern den Raum und tragen zwei Wasserbecken aus gestocktem italienischem Granit: hier kann die für den Kaffee essentielle Qualität des Wassers degustiert werden. Aus dem einen Hahn läuft das vorzügliche Zürcher Leitungswasser, aus dem anderen gekühltes „Allegra”, das stille Mineralwasser von Passugger – ein Hinweis auf die einzigartige Möglichkeit der Kaffeemaschinen von Monodor, die mit Mineralwasserflaschen gespeist werden können.


OBJEKT
Kaffeehaus Monodor Academie

STANDORT
Löwenplatz, Zürich

MATERIALiSIERUNG
Leuchtwand aus Carrara-Marmor, Einbaumöbel aus Koto, leicht eingefärbt und geölt

MITARBEIT
Johannes Käferstein, Urs Meister, Thomas Kranert

Monodor.pdf