WETTBEWERB SPORTHALLE LINTHAL (2007)


Die neue Sporthalle soll als drittes öffentliches Gebäude zusammen mit den bestehenden Schulhäusern einen klar akzentuierten Schulhof bilden. Das einseitig geknickte Satteldach der Sporthalle klingt an das rurale Bild der grossen Scheunen ebenso wie an die Gewerbehallen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts an, welche die Glarner Talschaft prägen. Die Sporthalle wendet sich dem Pausenplatz mit einer grosszügigen, gedeckten Aussenhalle zu, die nachts mit Gittertoren geschlossen werden kann. Diese Veranda gewährt im Schulbetrieb den Zugang und bietet für Schul- und Festanlässe einen vielfältig nutzbaren, witterungsgeschützten Ort. Über raumhohe Fenster kann von hier aus der Sportbetrieb in der tiefer liegenden Halle beobachtet werden. Übergrosse Sportgeräte werden über den Weg vor dem Pfarrsaal über ein „Scheunentor“ direkt in den Hallenraum angeliefert. Im Innern können solche Lasten mittels einer mobilen Laufkatze verschoben werden.

Das gesamte Gebäude ist dank der kompakten Kubatur, einer erhöhten Wärmedämmung  und einem ganzheitlichen Haustechnik-Konzept energieeffizient zu realisieren. Die definierte Querlüftung ermöglicht optimale Raumluftkonditionen. Auf eine konventionelle Heizwärmeverteilung kann verzichtet werden, die für eine ideale Raumtemperatur nötige Wärme wird über die Nachheizung der Zuluft erreicht. Ein Verteilsystem, bei dem die Frischluft erst durch die Sporthalle, dann durch die Gänge und nachfolgend durch die Garderoben und Duschen abgeführt wird, erhöht den Nutzen abermals. Fein dosiert wird das Tageslicht mit der elektrischen Beleuchtung ergänzt.


OBJEKT
Wettbewerbsprojekt eine Mehrzweckhalle


STANDORT
Linthal, Kanton Glarus


MATERIALISIERUNG
Holzelementbau; Fenster in Holz; Böden in Hartholz.


MITARBEIT
Johannes Käferstein, Urs Meister