WETTBEWERB BAUMWOLLSPINNEREI JENNY VADUZ, LIECHTENSTEIN (1999)

Der Komplex der Baumwollspinnerei dominiert als Grossform nicht nur die nähere Umgebung, sondern ist mit seiner prägnanten Silhouette neben dem Schloss Vaduz ein weit vom Tal her sichtbares markantes Zeichen vor dem dunklen Hintergrund des Bergrückens. Das adhesive Fügungsprinzip der Spinnereihallen wird mit Ergänzungsbauten fortgeführt. Zwei der Erschliessung dienende, niedrigere Trakte sind zwischen die Hallenkörper gelegt und klären die Hierarchie der Teile. Zusätzliche, freistehende Baukörper bilden zusammen mit dem aufgestockten ehemaligen Ballenlager und dem Musterobjekt des Kunsthauses eine dritte Kategorie von Gebäuden, die in je unterschiedlicher Weise zum konglomeratischen Gefüge der Hallen stehen. Die talseitige Wiese bleibt offen und lässt den Blick frei auf die Gebäudesilhouette. Im oberen Teil des Grundstücks zeichnen Reihen von Haselsträuchern die Höhenlinien nach und geben dem Ort eine eigene räumliche und landschaftliche Qualität.


OBJEKT
Projektwettbewerb auf Einladung


STANDORT
Spoerry-Areal, Vaduz


MATERIALISIERUNG
Verputzter Massivbau, Einbauten in furnierten Holzplatten, Böden in Holzzement.


MITARBEIT
Johannes Käferstein, Urs Meister

Vaduz.pdf