ARTEPLAGE MOBILE DU JURA (2001)
Projektstudie mit dem Lehrstuhl Deplazes, ETH Zürich

Als schwimmende Plattform, die zwischen den verschiedenen Arteplages verkehrte, sollte die AMJ keine konstanten Ausstellungen, sondern thematische Events beherbergen können. Eine alte Kiesbarke diente als Ausgangslage. Der Laderaum mit den raumhaltigen Seitenwänden, die vorne und hinten untergebrachten Schiffskabinen und das rohe Deck als charakteristische Merkmale des Frachtschiffs wurden als Rohmaterial benutzt und mit einem aufblasbaren Aufbau erweitert. Eine auf alle vier Seiten auskragende Plattform scheint über dem Wasser zu schweben und steht im Kontrast zum gedrängten Wannenraum. Nachts  verleihen die in zwei Reihen angeordneten Laternen auf dem Deck dem Ort etwas Romantisches. Durch das Aufblasen der in den Seitenkoffern untergebrachten Membrankissen entsteht eine weich geformte, festliche Haube. Dieser grosse quaderförmige Saal lässt tagsüber von einer Festzelt- bis zu einer Tanzballatmosphäre abends alles zu. Tagsüber scheint die Membranhaut matt, nachts jedoch beginnt der aufgeblasene Körper zu leuchten.


OBJEKT
Schwimmende Veranstaltungsplattform für die Expo 2002, Studienauftrag in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Prof. Deplazes, ETH Zürich

STANDORT
Neuenburgersee

MATERIALISIERUNG
Plattform in Stahl, aufblasbaren PVC-Membrankissen, Bodenplatten der Wanne in gestrichenem Holz, farblich an den Stahlunterbau angeglichen.

MITARBEIT
Johannes Käferstein, Urs Meister

Arteplage.pdf