ZENTRALSTELLWERK, SBB, BASEL (1994)

Studienauftrag mit Morger Degelo, Basel


Zwar steht das neue Stellwerk prominent im Schnittpunkt der Verkehrswege von Schiene und Strasse, aber es bleibt allein inmitten des Gleisfeldes, dort, wo die Schienenstränge einen freien Flecken ausgelassen haben.

Entsprechend autonom ist das Spiel von Knicken und Faltungen, das sich um den Körper des neuen Gebäudes entwickelt und das im Schnitt die Polygonalität der Grundfläche anklingen lässt. Mit zunehmender Distanz zum Gedränge zwischen den Gleisen entfaltet sich der Gebäudekörper, bis er im obersten Geschoss gross genug für den weitläufigen Kommandostand ist. Zwei gegenläufige Treppen organisieren das Gebäudeinnere nach dem venetianischen Treppenprinzip, indem sie die beiden getrennten Funktions- und Raumgruppen darin erschliessen und auseinander halten. Die Komplexität der Technologie verwahrt sich gegen den Versuch ihrer Abbildung. Wiedergegeben werden stattdessen das Gleisfeld, die Stadt und der Himmel, welche auf der bewegten, reflektierenden Glashaut in immer neuen Brechungen erscheinen.

 

OBJEKT
Stellwerk im innerstädtischen Gleisfeld in der Nähe des Bahnhofs


STANDORT
Münchensteinerbrücke, Basel


MATERIALISIERUNG
Betonbau mit reflektierender Glashaut.


MITARBEIT
Johannes Käferstein und Urs Meister in Zusammenarbeit mit Morger Degelo Architekten, Basel

Stellwerk.pdf