MONTECHRISTO (Gernot Welte, Thomas Muxel) © Goswin Schwendinger

KÖRPERHÄUSER, ENTWURF II, 2002/03

INSTITUT FÜR ARCHITEKTUR UND RAUMPLANUNG AN DER HOCHSCHULE LIECHTENSTEIN

Prof. Johannes Käferstein, Prof. Urs Meister

Das prozesshaftes Entwerfen einer schützenden Hülle ermöglichte das Übernachten im alpinen Raum. Wir konzentrierten uns auf die "Kunst des Herstellens" als Vehikel für die Konstruktion von Gedankengängen. Die konzeptuelle Annäherung an den materiellen Gedanken transformierte sich in Folge der jeweils unterschiedlichen Herstellungsprozesse , indem sie mit Charakteristiken und Qualitäten des Materials konfrontiert wurde.

Wir bewegten uns auf verkörperlichten Pfaden des Denkens und eigneten uns den Prozess des Herstellens und seines dialektischen Gegenteils an (making/unmaking, These/Antithese). Wir fabrizierten Werkzeuge, welche wiederum neue Werkzeuge erzeugten, die uns erlaubten, einen konzeptuellen Pfad zu beschreiten.

Anhand von Modellen und Objekten im Massstab 1:1 lässt sich ein Gefühl für die Eigenschaften eines Materials und dessen konstruktiven Möglichkeiten entwickeln. Schrittweises Herstellen und Transportieren des materiellen Gedankens schärft die konzeptuelle Arbeit und führt zu architektonischem Denken.