LOIPAHÖTTA, ENTWURF BACHELOR SS 2011,  WS 2011/12

 

INSTITUT FÜR ARCHITEKTUR UND RAUMENTWICKLUNG AN DER UNIVERSITÄT LIECHTENSTEIN

 

Prof. Urs Meister, Carmen Rist

 

Eine Hütte in den Bergen, ein kleines Gebäude aus Holz für Langläufer: eine scheinbar einfache, fast banale Aufgabe, aber eben nur scheinbar....

 

Die Studierenden des ersten Studienjahres der Universität Liechtenstein befanden sich in der Situation, ad hoc, im Kaltstart, ein räumliches und konstruktives Konzept realistisch und gleichzeitig experimentell zu erarbeiten. Das war bereits schon die erste grosse Herausforderung: welchen Projektweg einschlagen, welche Strategie ergreifen, worauf sollte man mehr oder weniger Augenmerk geben, um die eigene Vision hervorzuheben? Auf der einen Seite war da der Ort: das Fürstentum Liechtenstein, Steg, die Berge, Schnee und Kälte im Winter, grün und warm im Sommer. Auf der anderen Seite das Material: Holz und seine Eigenschaften, Qualitäten und Möglichkeiten, einen bestimmten persönlichen, aber nach- vollziehbaren architektonischen Ausdruck umzusetzen. Für beide galt der Wille, ein Gebäude zu realisieren, aus Holz, genau an diesem Ort, für diesen Zweck und ein bestimmtes Publikum. Eigentlich, wenn man es genauer betrachtet, für mehrere Zielgruppen: wer im Winter in diesem Bergort Urlaub macht, ist nicht unbedingt auch ein Sommergast. Und sucht deshalb auf jeden Fall in den beiden Jahreszeiten unterschiedliche Qualitäten in einem Gebäude: Wärme und Geborgenheit im Winter, Abkühlung und Panoramablick im Sommer.