Hotel im Steinbruch, Masterthesis,  FS 2013

HOCHSCHULE LUZERN, TECHNIK UND ARCHITEKTUR

Prof. Johannes Käferstein, Student André Murer

 

Dieser Entwurf verzichtet bewusst darauf, die Brisanz des Ortes mit einem vertikalen Bauwerk oder den direkten Kontakt mit der Felswand noch zu untermauern. Vielmehr sollte die Ruhe und die Entrücktheit des Ortes auch im Gebäude selbst thematisiert werden und das Raumprogramm des Hotels prägen.

Der Steinbruch bildet als räumlich dominantes Element in der Folge lediglich den Hintergrund des Eingriffs. Er wird sozusagen zur Kulisse für die davor situierte Architektur. Das Projekt sucht den Rückbau den Urzustand des Steinbruchs als Ausgangslage und verzichtete demzufolge ganz auf den aufgeschütteten Schutzdamm, sowie die darunterliegende, existierende Galerie. Durch die Loslösung von der Felswand zog sich das Projekt klar aus der Gefahrenzone des Steinschlags. Der freistehende Baukörper knüpft durch seine Situierung an die bereits am See gelegenen existierenden Hotelbauten an. Dabei entwickelt das flache Volumen zur Felswand ein Spannungsfeld und lässt einen starken Bezug zwischen dem Objekt und dem Ort entstehen. Die grundsätzliche Idee war es, ein Gebäude zu entwickeln, welches zwar aussen durch Einfachheit und Logik in Erscheinung tritt, doch strukturell durch räumliche Vielfalt überzeugt: Ein Gebäude das für den Ort geschaffen wurde. Der Steinbruch behält seine Visitenkarte des Orts und bleibt in der Landschaft und für Brunnen ein Anziehungs- und Orientierungspunkt.